Ortsumfahrung Dürrenzimmern

14.12.2020, 18:15 Uhr

Ortsumfahrung Dürrenzimmern ist eine unendliche Geschichte ohne Lösung für Dürrenzimmern und Umgebung! 

Die Stadt Brackenheim hat in den vergangenen Jahren mehrfach persönlich und schriftlich beim Verkehrsministerium und insbesondere bei Herrn Minister Hermann auf die sehr unbefriedigende und nicht verständliche Situation hingewiesen. 
Die Gründe der Nichtberücksichtigung wurden nicht konkret benannt. 
Seit einiger Zeit ist in den Bemühungen ein gewisser Stillstand eingetreten. 
Die CDU-Fraktion hat sich daher in diesem Jahr intensiv mit der Situation befasst, nach den Gründen der Nichtlösung gesucht und recherchiert. 
Begünstigt wurde dies, da umfangreiche Unterlagen auf der Webseite des Verkehrsministeriums veröffentlicht werden und die Lärmkartierungskarten in Baden-Württemberg öffentlich sind. 
Grundlagen sind unter anderem die Ergebnisse von Prof. Dr.-Ing. W. Ressel und Dipl.-Ing. S. Klötzl von der Universität Stuttgart. 
Diese wurden bereits 2009 mit der Bewertung von Maßnahmen für den Generalverkehrsplan beauftragt. 
Dabei wurde eine Vergleichbarkeit mit standardisierten Paramentern für den Bedarf von Umgehungsstraßen, deren Dringlichkeit und andere Bedarfe hergestellt. 
Für Dürrenzimmern gab es in einer späteren Anhörung nur Überprüfungsbedarf zu den Kosten! In anderen Gemeinden wurden auch andere Parameter überprüft. 
Das heißt, in Dürrenzimmern wurden äußerst wichtige Parameter nicht überprüft, sondern nur mit den standardisierten Parametern wie Länge der Durchfahrt und Kurvenradien gewichtet, ortsbezogene Werte wie Verkehrsbelastung, Ausbauwert, Sicherheit, Umwelt, Entlastung Mensch, Ökologie und Verkehrsverlagerung entsprechen dann nicht der Realität! 
Zum Belastungswert: 
Eine höchste Dringlichkeit ist bereits ab 10 000 Kfz/24 h gegeben. Dieser Wert wird aber nur mit 10% Anteil an der Gesamtbewertung berücksichtigt. Laut Lämkartierung ist die Zahl der Fahrzeuge in Dürrenzimmern deutlich höher. 
Zu Bewertung Mensch: 
Laut Beschreibung nur die Länge der Ortsdurchfahrt bewertet, unberücksichtigt bleiben die tatsächliche Nutzung der Bebauung sowie die Anzahl der dort wohnenden Menschen. 
Lärm und Schadstoffbelastung bleiben unberücksichtigt, ebenso die Anzahl der betroffenen Personen und besondere Einrichtungen wie Schulen. 
Zur Lärmkartierung: Dürrenzimmern hat beispielsweise ca. 14% mehr Personen wie Nordhausen und eine Schule Gewichtet nach dB und Personen hat Dürrenzimmern jedoch eine 42% höhere Lärmbelastung als Nordhausen. Fazit. 
Diese wenigen Beispiele zeigen, dass Länge und Kurven der Ortsdurchfahrt die Vorhaben priorisieren, während die tatsächliche Belastung der dort wohnenden Menschen durch Schadstoffe und Lärm sowie der besondere Standort einer Schule nicht berücksichtigt werden. 
Konkret heißt das, eine Umgehung in Nordhausen mit Standardwerten konnte realisiert werden und Güglingen und Pfaffenhofen liegen weit vorne, während der Flaschenhals Dürrenzimmern noch für eine lange Zeit droht. 
Wir führten daher im Juli ein Gespräch mit Herrn Bürgermeister Csaszar und der Verwaltung mit der dringenden Bitte, unsere Argumente in ausführlicher Form mit Quellenangabe an das Verkehrsministerium weiterzuleiten. 
Den Brief und das unerfreuliche Ergebnis der Evaluierung des Maßnahmenplanes Landesstraßen bis 2025 finden Sie im Mitteilungsblatt KW 50 Seite 7 vom 11.12.2020. 
Ferner haben wir unsere Landtagsabgeordnete Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch eingeschaltet und gebeten, Kontakt mit Herrn Minister Hermann aufzunehmen. 
Wir sind gespannt auf aussagefähige und nachvollziehbare Antworten aus Stuttgart!