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15.05.2019, 09:57 Uhr
Quo vadis Europa und Vorstellung der Gemeinderats- und Kreistagskandidaten
„Die Bedeutung der Europawahl für unser Land zu unterschätzen wäre ein grober Fehler!“

So eindringlich schwor Europaminister Guido Wolf die zahlreichen Besucher in der Alten Kelter in Meimsheim auf die kommende Europawahl ein. „Europawahlen sind immer auch Baden-Württemberg-Wahlen, denn mittlerweile beruhen zwei Drittel unseres geltenden Rechts mittelbar oder unmittelbar auf Entscheidungen der Europäischen Union“, so Wolf. Er machte klar, dass viele Gesetze aus Brüssel direkt auf unser tägliches Leben Einfluss nehmen. Man dürfe nicht vergessen, dass Europa unseren Wohlstand und unser soziales Netz sichert. Bekräftigt wurde dies von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, die mit einem Zitat von Konrad Adenauer diese Wichtigkeit unterstrich: „Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für alle.“ Viele Herausforderungen wie den Klimawandel und die Erhaltung des Friedens gelte es in der europäischen Gemeinschaft anzugehen. Für die CDU-Kreisrätin Jutta Layher ist es in erster Linie der Friede, der einmalig auf der Welt bereits seit über 70 Jahren in Europa herrscht. „Wir dürfen diesen nicht aufs Spiel setzen, das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig. Darum ist Europa für mich auch eine Herzenssache!“ Der CDU Fraktionsvorsitzende Helmut Kayser schlug den Bogen von der Europapolitik zur Kommunalpolitik. „Wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verlieren, riskieren wir sowohl unseren Wohlstand als auch unser soziales Netz – und damit zwei Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Sie glauben doch nicht, dass wir in Deutschland im 21. Jahrhundert eine dauerhaft relevante Rolle in der Welt spielen können. Ein starkes Europa braucht Subsidiarität. Dies ist am wirkungsvollsten in der Kommunalpolitik gegeben“. Dass Brackenheim hier bestens aufgestellt ist, zeigte sich bei der abschließenden Vorstellung der Bewerberinnen und Bewerber für den Gemeinderat und den Kreisrat. „Mit einer solch schlagkräftigen Truppe können wir uns sehen lassen“, so Kayser und Layher zuversichtlich.